(Wieder)einstieg in den Sport
Manche Menschen entschließen sich irgendwann – nach längerer Pause – für die Wiederaufnahme sportlicher Betätigung. Sie haben sich zuvor nur wenig bewegt, zuviel gegessen, geraucht und dann versuchen sie, all das an Sport innerhalb kurzer Zeit nachzuholen, was sie zuvor versäumt haben. Sie stellen ihre Ernährung komplett um auf das, was sie für gut halten, geloben, fortan nicht mehr zu rauchen und… machen Vieles falsch. Wer planlos aus dem Status der Unsportlichkeit in die neue und (wieder?) sportliche Phase seines Lebens eintritt, überfordert sich schnell und sorgt so eventuell nicht für mehr Fitness, sondern schädigt seinen Körper eher, als ihm etwas Gutes zu tun.
Ich werde fit und mache Sport… aber was?
Bei jedem sportlichen Wiedereinsteiger sollte für die Auswahl der Sportart eine Frage im Vordergrund stehen: Welche Sportart macht mir eigentlich Spaß? Diese Frage ist selbst dann wichtig, wenn die Hauptmotivation für den Wiedereinstieg in den Sport lautet: Ich möchte etwas für meine Fitness tun! Nur wer mit Spaß dabei ist, hat beste Chancen, seine sportlichen Pläne auch langfristig umzusetzen. Wer einst Sport gemacht hat, kommt eventuell auf die Idee, erneut mit der Sportart zu beginnen, die er einst getrieben hat. Das kann, aber es MUSS KEINE gute Idee sein. Man hat vielleicht im Lauf der Zeit neue Interessen entwickelt und das könnte auch bedeuten, dass die Sport, die mittlerweile gut zu einem passt, heute eine andere ist als früher. Je nach Wiedereinsteiger sollte auch der Arzt ein Wörtchen bei der Auswahl der Sportart mitreden. Insbesondere bei Krankheit passt nicht jede Sportart gleich gut.
Der Start sollte moderat sein
Wiedereinsteiger waren in einer früheren Phase ihres Lebens bereits sportlich aktiv, haben dann aber aus irgendeinem Grund aufgehört. Wer sich nun an alte sportliche Leistungen erinnert, begeht vielleicht den Fehler, dort sehr schnell wieder anknüpfen zu wollen, was zu Überforderung und Frustration führen kann. Wichtig ist daher der moderate Einstieg in den Sport, um den Körper nicht zu überlasten und/oder die Motivation nicht zu senken. Je nach gewählter Sportart ist auch die richtige Vorbereitung wichtig. Bei Ballsportarten kann es beispielsweise durch die stetigen Starts und Stopps ansonsten schnell zu Verletzungen kommen.
Ernährungsplan und Nahrungsergänzung
Vielleicht geht es gar nicht alleine um den Sport, sondern um eine komplette Umstellung des Lebens, zu der auch eine umgestellte Ernährung gehört? Oder es packt einen doch der alte Ehrgeiz, man beginnt langsam, möchte sich aber beispielsweise beim Langlauf so steigern, dass man bei der Jagd nach den besten Laufzeiten alles aus seinem Körper herausholt? Dann werden Dinge wie ein Ernährungsplan und eventuell geeignete Nahrungsergänzung wichtig. Auch hier gilt allerdings, was im Wort „Ernährungsplan“ bereits angedeutet wird: Die Umstellung sollte planvoll geschehen. Es bringt nichts, wahllos irgendwelche Sportler-Nahrungsergänzung in sich hineinzuschaufeln. Wiedereinsteiger in den Sport werden sich erinnern: Wichtig ist die Frage, was der Körper zu welchem Zeitpunkt an Nährstoffen braucht, um volle Leistungsstärke abzurufen. Auch das richtige Timing ist wichtig: Vor dem Training oder Wettkampf, währenddessen und hinterher trägt oft jeweils andere Nahrung dazu bei, den Körper optimal zu versorgen.
Realistische Ziele und die Sache mit den Zigaretten
Setzen Sie sich als Wiedereinsteiger in den Sport realistische Ziele. Setzen Sie sich auch realistische Ziele, wenn der Wiedereinstieg verbunden sein soll mit einer kompletten Lebensumstellung, in die etwa eine veränderte Ernährung oder ein Verzicht auf Tabak integriert sind. Die komplette Umstellung vom Genussmenschen zum Asketen ist oftmals schwer und muss keineswegs sein. Wer gerne Süßwaren verspeist, muss die zu sich genommene Menge an Süßwaren vielleicht reduzieren, aber keinen kompletten Verzicht üben. Und wer gerne Tabak geraucht hat und nun für mehr Fitness aufhören möchte, aber bereits mehrere erfolglose Nichtraucher-Versuche hinter sich gebracht hat, steigt vielleicht besser auf die elektrische Zigarette um. Merke: Das unerreichte größere Ziel ist oftmals schlechter als das erreichte kleinere!